Ab wann und wie lang bleibt man Alkoholiker

Eine Frage die sich nicht viele Menschen stellen oder sich es nicht eingestehen wollen ist: Bin ich denn schon Alkoholiker? Die Frage kann man sich eigentlich selbst schon beantworten wenn man ehrlich zu sich selbst ist. Aber viele die es nicht wahrhaben wollen da sie es ja „im Griff“ haben. Aber man kann das ganze auch einfacher machen ind dem man im Internet nach den ICD 10 Kriterien für Sucht googelt und dann kann man sich schlau machen ich füge die Kriterien mal ein.

 

1. Starker Wunsch oder Zwang eine Substanz zu konsumieren oder etwas immer wieder zu tun. So verspürt ein alkoholkranker Mensch ein starkes Verlangen nach dem nächsten Schluck, der Nikotinsüchtige die Gier nach der nächsten Zigarette. Dieses Verlangen kann auch dann stark sein, wenn noch keine körperliche Abhängigkeit vorhanden ist, also keine körperlichen Symptome beim Entzug auftreten.

2. Kontrollverlust Ein zweites Kennzeichen einer Sucht ist der Kontrollverlust. So ist beispielsweise ein Alkoholkranker kaum in der Lage zu kontrollieren, wann er trinkt, bzw. wann er mit dem Trinken aufhört und wie viel Alkohol er konsumiert. Ein Spielsüchtiger oder Kaufsüchtiger wird weiterspielen und einkaufen, auch wenn er es sich finanziell gar nicht mehr leisten kann.

3. Abstinenzverlust Aus der Unfähigkeit, den Konsum einer Droge zu kontrollieren, bzw. auf ein bestimmtes Verhalten zu verzichten, resultiert der Verlust zur Abstinenz. Das geht soweit, dass der suchtkranke Mensch selbst dann auf seine Drogen nicht verzichten kann, wenn die Sucht bereits schwere gesundheitliche oder soziale Konsequenzen hat. So gibt es starke Raucher, die trotz einer Herzerkrankung nicht auf Zigaretten verzichten, oder Menschen die weitertrinken, obwohl ärztliche Untersuchungen eindeutig ergeben haben, dass Ihre Gesundheit in Gefahr ist (z.B. erhöhte Leberwerte oder Leberzirrhose). Sie sind während der Arbeitszeit oder auch im Straßenverkehr alkoholisiert. Sie trinken weiter, obwohl Sie Probleme in der Familie / mit dem Partner haben oder der Alkohol der Grund eines drohenden Arbeitsplatzverlustes ist.

4. Toleranzbildung Menschen, die in eine Sucht schlittern, brauchen immer größere Mengen ihrer Droge um den gleichen Effekt zu erzielen. Der Körper gewöhnt sich an die Droge, der Konsum steigt. Das kann auch für Verhaltensweisen mit Suchtcharakter gelten, die häufig immer weiter ausufern. Ein Beispiel ist die Glücksspielsucht.

5. Entzugserscheinungen (Entzugssyndrom) Die heftigsten Entzugserscheinungen treten beim Absetzen harter Drogen wie Heroin aber auch bei Alkoholikern beim Entzug auf. Sie reichen von verhältnismäßig leichten Symptomen wie Schwitzen, Frieren und Zittern bis hin zu starken Gliederschmerzen, Schlafstörungen, Halluzinationen und Kreislaufzusammenbrüchen. Da die Gier nach der Droge dabei ins Unermessliche wächst, ist ein Entzug aus eigener Willenskraft kaum zu schaffen. Verhaltenssüchte oder -zwänge wie Spiel- oder Kaufsucht machen natürlich nicht körperlich abhängig wie Süchte, die auf dem Missbrauch von Substanzen basieren. Der Kick für den Suchtkranken beruht aber auf biochemischen Prozesse im Gehirn. Bleiben sie aus, können durchaus Entzugserscheinungen auftreten wie Nervosität, Aggressivität und der unwiderstehlichen Drang, das Suchtverhalten wieder auszuüben.

6. Rückzug aus dem Sozialleben Wer in einer Sucht gefangen ist, verliert das Interesse an anderen Beschäftigungen. Hobbys, soziale Kontakte und selbst der Beruf werden vernachlässigt. Die Droge, sei sie nun eine Substanz oder ein bestimmtes Verhalten, wird zum Lebensmittelpunkt.

 

Sind drei oder mehr dieser Kriterien erfüllt spricht man von einer Abhängigkeitserkrankung.

Nun die Frage die ich mir immer wieder stelle ist, bleib ich nun den Rest meines Lebens krank? Die Medizin sagt ja. Ich bin da allerdings anderer Meinung. Klar die Medizin hat es untersucht bla bla und kann es Wissenschaftlich bestätigen.

und ich stimme dem Ganzen auch teilweise zu, ABER ich bin der Meinung wenn man sich dessen immer bewusst ist was durch den Alkoholmissbrauch passiert ist und auch weiß das eine gesunde Vorsicht immer dabei sein sollte, sehe ich persönlich nicht das Problem wenn man mal ein Bier trinkt sei es beim Essen oder mal zu einer Feier. Man sollte aber dazu auch stark genug sein und wissen das man Grenzen hat. Wenn man bewusst wie jeder andere Mensch den Alkohol als Genussmittel ansieht, was es auch ist dann sollte man auch über diesen Genuss nicht hinausgehen. Wobei bei vielen das wohl das Hauptproblem liegt nach 2 Bier zu sagen jetzt ist Schluss. Oder das man es wirklich nur zu gewissen Anlässen ein Bier trinkt. Um das zu schaffen ist eine große Willenskraft und zugleich ein Hang zum selbstzerstörerischen nötig. Denn man muss sich immer bewusst sein das dieses Alkohol ein fieser dreck ist und er so schnell die Oberhand gewinnt ohne das du es merkst. Denn eine Sucht ist die einzige Krankheit, die dir einredet, das du sie nicht hast.

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