Depressionen

Viele Alkoholiker haben neben Ihrer Sucht auch diese Krankheit, manchmal ist sie sogar die Ursache und ebnet den Weg für die Sucht. Ein Grund kann dafür sein das man versucht sich mit dem Alkohol zu erheitern. Alkohol heitert auf bis zu einem gewissen Maß. Es entspannt, man wird lockerer den Frauen gegenüber und man fühlt sich einfach gut. Aber wie gesagt nur in einem gewissen Maß. Es passiert sehr schnell das man diese Grenze überschreitet. Man fühlt sich zwar immer noch wie der König der Welt aber man ist alles andere als das. Man torkelt zu einer Frau, lallt sie voll und dann lässt sie dich links liegen. Was natürlich nicht deine Schuld ist, denn du bist ja ein super Typ.

Ich habe Alkohol getrunken weil ich Depressionen habe und sie mit dem Alkohol ausschaltete. Das gelang mir eigentlich jeden Abend sehr gut. Mal brauchte ich mal mehr um die Gedanken zur ruhe zu bringen, mal weniger. Tatsache ist das sie am nächsten morgen wieder da waren, manchmal hat es sich sogar verschlimmert. Aber hey man kann ja wieder trinken dann ist es wieder „Weg“ . Ein Teufelskreis ist das. Genau das macht es einem auch so schwer, dort wieder heraus zu kommen denn um die Depressionen zu behandeln muss man trocken sein, und um trocken zu werden geht es leichter wenn man gut gestimmt ist. Diesen Kreis zu durchbrechen kostet sehr viel Kraft und ist nicht leicht, da man anders handeln muss, als man es sich selbst beigebracht hat. Seit ich trocken bin, plagen mich immer noch diese Gedanken. Aber ich darf nicht trinken. So was macht man nun. Meine Ärztin verschrieb mir Tabletten. Ist das der richtige weg? Wenn ich den Alkohol durch ein anderes Mittel ersetze? Ich glaube nicht das dies so funktioniert. Dennoch muss ich zugeben das ich wieder einschlafen kann ohne mich ewig hin und herzuwelzen.

Es gibt aber auch noch einen anderen Weg, nämlich den sich selbst jeden Tag aufs neue zu Motivieren. Ich mach das so neben meinen Spiegel hab ich POST it´s kleben mit positiven Eigenschaften von mir. Auf der einen Seite was man sieht, auf der anderen was in mir verborgen ist. Sowas wie zuverlässig, Hilfsbereit, etc. Das ist keineswegs eitel, noch eingebildet. Es ist ein weg sich selbst zu motivieren und Selbstverliebtheit ist definitiv nichts wofür man sich schämen brauch. Es ist ein essentieller Teil des seins. Denn nur wenn man sich selbst liebt, können es andere auch tun und man lebt Glücklicher.

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