Ab wann und wie lang bleibt man Alkoholiker

Eine Frage die sich nicht viele Menschen stellen oder sich es nicht eingestehen wollen ist: Bin ich denn schon Alkoholiker? Die Frage kann man sich eigentlich selbst schon beantworten wenn man ehrlich zu sich selbst ist. Aber viele die es nicht wahrhaben wollen da sie es ja „im Griff“ haben. Aber man kann das ganze auch einfacher machen ind dem man im Internet nach den ICD 10 Kriterien für Sucht googelt und dann kann man sich schlau machen ich füge die Kriterien mal ein.

 

1. Starker Wunsch oder Zwang eine Substanz zu konsumieren oder etwas immer wieder zu tun. So verspürt ein alkoholkranker Mensch ein starkes Verlangen nach dem nächsten Schluck, der Nikotinsüchtige die Gier nach der nächsten Zigarette. Dieses Verlangen kann auch dann stark sein, wenn noch keine körperliche Abhängigkeit vorhanden ist, also keine körperlichen Symptome beim Entzug auftreten.

2. Kontrollverlust Ein zweites Kennzeichen einer Sucht ist der Kontrollverlust. So ist beispielsweise ein Alkoholkranker kaum in der Lage zu kontrollieren, wann er trinkt, bzw. wann er mit dem Trinken aufhört und wie viel Alkohol er konsumiert. Ein Spielsüchtiger oder Kaufsüchtiger wird weiterspielen und einkaufen, auch wenn er es sich finanziell gar nicht mehr leisten kann.

3. Abstinenzverlust Aus der Unfähigkeit, den Konsum einer Droge zu kontrollieren, bzw. auf ein bestimmtes Verhalten zu verzichten, resultiert der Verlust zur Abstinenz. Das geht soweit, dass der suchtkranke Mensch selbst dann auf seine Drogen nicht verzichten kann, wenn die Sucht bereits schwere gesundheitliche oder soziale Konsequenzen hat. So gibt es starke Raucher, die trotz einer Herzerkrankung nicht auf Zigaretten verzichten, oder Menschen die weitertrinken, obwohl ärztliche Untersuchungen eindeutig ergeben haben, dass Ihre Gesundheit in Gefahr ist (z.B. erhöhte Leberwerte oder Leberzirrhose). Sie sind während der Arbeitszeit oder auch im Straßenverkehr alkoholisiert. Sie trinken weiter, obwohl Sie Probleme in der Familie / mit dem Partner haben oder der Alkohol der Grund eines drohenden Arbeitsplatzverlustes ist.

4. Toleranzbildung Menschen, die in eine Sucht schlittern, brauchen immer größere Mengen ihrer Droge um den gleichen Effekt zu erzielen. Der Körper gewöhnt sich an die Droge, der Konsum steigt. Das kann auch für Verhaltensweisen mit Suchtcharakter gelten, die häufig immer weiter ausufern. Ein Beispiel ist die Glücksspielsucht.

5. Entzugserscheinungen (Entzugssyndrom) Die heftigsten Entzugserscheinungen treten beim Absetzen harter Drogen wie Heroin aber auch bei Alkoholikern beim Entzug auf. Sie reichen von verhältnismäßig leichten Symptomen wie Schwitzen, Frieren und Zittern bis hin zu starken Gliederschmerzen, Schlafstörungen, Halluzinationen und Kreislaufzusammenbrüchen. Da die Gier nach der Droge dabei ins Unermessliche wächst, ist ein Entzug aus eigener Willenskraft kaum zu schaffen. Verhaltenssüchte oder -zwänge wie Spiel- oder Kaufsucht machen natürlich nicht körperlich abhängig wie Süchte, die auf dem Missbrauch von Substanzen basieren. Der Kick für den Suchtkranken beruht aber auf biochemischen Prozesse im Gehirn. Bleiben sie aus, können durchaus Entzugserscheinungen auftreten wie Nervosität, Aggressivität und der unwiderstehlichen Drang, das Suchtverhalten wieder auszuüben.

6. Rückzug aus dem Sozialleben Wer in einer Sucht gefangen ist, verliert das Interesse an anderen Beschäftigungen. Hobbys, soziale Kontakte und selbst der Beruf werden vernachlässigt. Die Droge, sei sie nun eine Substanz oder ein bestimmtes Verhalten, wird zum Lebensmittelpunkt.

 

Sind drei oder mehr dieser Kriterien erfüllt spricht man von einer Abhängigkeitserkrankung.

Nun die Frage die ich mir immer wieder stelle ist, bleib ich nun den Rest meines Lebens krank? Die Medizin sagt ja. Ich bin da allerdings anderer Meinung. Klar die Medizin hat es untersucht bla bla und kann es Wissenschaftlich bestätigen.

und ich stimme dem Ganzen auch teilweise zu, ABER ich bin der Meinung wenn man sich dessen immer bewusst ist was durch den Alkoholmissbrauch passiert ist und auch weiß das eine gesunde Vorsicht immer dabei sein sollte, sehe ich persönlich nicht das Problem wenn man mal ein Bier trinkt sei es beim Essen oder mal zu einer Feier. Man sollte aber dazu auch stark genug sein und wissen das man Grenzen hat. Wenn man bewusst wie jeder andere Mensch den Alkohol als Genussmittel ansieht, was es auch ist dann sollte man auch über diesen Genuss nicht hinausgehen. Wobei bei vielen das wohl das Hauptproblem liegt nach 2 Bier zu sagen jetzt ist Schluss. Oder das man es wirklich nur zu gewissen Anlässen ein Bier trinkt. Um das zu schaffen ist eine große Willenskraft und zugleich ein Hang zum selbstzerstörerischen nötig. Denn man muss sich immer bewusst sein das dieses Alkohol ein fieser dreck ist und er so schnell die Oberhand gewinnt ohne das du es merkst. Denn eine Sucht ist die einzige Krankheit, die dir einredet, das du sie nicht hast.

Inneres Selbstbewusstsein

Woran erkennt man selbstbewusste Menschen? Schwere Frage, da es zwei arten von Selbstbewusstsein gibt das äußerliche und das innerliche. Das äußere ist einfach. Denn viele Menschen kaufen sich ein neues Auto, Haus oder Luxusgüter um ihr Selbstbewusstsein oben zu halten. Das aber auch solche Leute suchtanfälliger sind als andere Leute, fällt nicht auf oder wird geschickt kaschiert. Bis es zu spät ist. Siehe Amy Winehouse, Kurt Cobain oder andere „Super“ – Stars. Sie kamen an einem Punkt wo diese Luxusgüter , ihre innere Unsicherheit nicht mehr aufwiegen können. Also nahmen sie Drogen und das ging so lange bis… naja das Ende kennt man ja.

Aber nicht nur Promis haben dieses Problem. Bei vielen Menschen zeigt es sich auf andere Weise. Sie kaufen ständig neue Sachen, egal ob sie es brauchen oder nicht. Schmücken ihr Ego mit Schmuck oder neuer Kleidung.

Das Schema ist immer das selbe auf einer Art und Weise.

Nur wie kann man dieses Schema umgehen? Das ist so schwierig wie Simple. Man muss zufrieden sein. Das fängt schon bei der Denkweise an. Denke ich positiv, dann bin ich positiv und strahle das auch aus. Sei es am Montag nur ein gezwungenes Lächeln. Dein Hirn suggeriert lächeln mit Freude. und wenn du einfach nur lächelst wirst du fröhlicher. Gehe jeden Tag im Gedanken deine Stärken durch. Sei es hilfsbereit, pünktlich, fleißig, etc. Dies alles gibt dir ein gutes Gefühl und du wirkst Selbstbewusst. Auch wenn du total unsicher bist. Diese Denkweise hilft dir dich auf dich selbst zu fokussieren und deine Stärken bewusst aufzuzeigen. Denn du strahlst das aus was du denkst. Deswegen denke positiv, belohne dich für Kleinigkeiten, klopf dir auf die Schulter. Finde dich einfach gut und im Handumdrehen ist deine Unsicherheit verflogen und bist ein selbstbewusster Mensch.

Wie soll es weitergehen?

Das ist eine Frage die einem stets begleitet, sei es von einem Vorgesetzten, damit er weiß, wann man wieder voll Einsatzfähig ist oder man stellt sich selbst die Frage wenn man an einem Scheidepunkt ist.

Die Antwort ist genauso simpel wie schwierig. Es geht immer weiter. Egal ob man in sich kehrt und alleine sein will oder man stellt sich neuen Herausforderungen. Beides ist notwendig. Man sollte immer für sich selbst mal eine Pause einberufen um nachzudenken. Aber man soll auch nicht all zu lange Nachdenken, denn die Zeit die man zum Nachdenken nimmt verstreicht und kommt nicht zurück und Zeit ist das was am wertvollsten ist. Man kann sie nicht kaufen noch bekommt man keine zurück aber wir haben ein gewisses Pensum an Zeit was wir sinnvoll nutzen sollten.

Die Frage lautet ja wie es weitergehen soll. Nicht ob es weitergeht.

Entscheidet so das ihr am zufriedensten seid. Das Leben ist zu kurz um ständig zu bereuen.

Depressionen

Viele Alkoholiker haben neben Ihrer Sucht auch diese Krankheit, manchmal ist sie sogar die Ursache und ebnet den Weg für die Sucht. Ein Grund kann dafür sein das man versucht sich mit dem Alkohol zu erheitern. Alkohol heitert auf bis zu einem gewissen Maß. Es entspannt, man wird lockerer den Frauen gegenüber und man fühlt sich einfach gut. Aber wie gesagt nur in einem gewissen Maß. Es passiert sehr schnell das man diese Grenze überschreitet. Man fühlt sich zwar immer noch wie der König der Welt aber man ist alles andere als das. Man torkelt zu einer Frau, lallt sie voll und dann lässt sie dich links liegen. Was natürlich nicht deine Schuld ist, denn du bist ja ein super Typ.

Ich habe Alkohol getrunken weil ich Depressionen habe und sie mit dem Alkohol ausschaltete. Das gelang mir eigentlich jeden Abend sehr gut. Mal brauchte ich mal mehr um die Gedanken zur ruhe zu bringen, mal weniger. Tatsache ist das sie am nächsten morgen wieder da waren, manchmal hat es sich sogar verschlimmert. Aber hey man kann ja wieder trinken dann ist es wieder „Weg“ . Ein Teufelskreis ist das. Genau das macht es einem auch so schwer, dort wieder heraus zu kommen denn um die Depressionen zu behandeln muss man trocken sein, und um trocken zu werden geht es leichter wenn man gut gestimmt ist. Diesen Kreis zu durchbrechen kostet sehr viel Kraft und ist nicht leicht, da man anders handeln muss, als man es sich selbst beigebracht hat. Seit ich trocken bin, plagen mich immer noch diese Gedanken. Aber ich darf nicht trinken. So was macht man nun. Meine Ärztin verschrieb mir Tabletten. Ist das der richtige weg? Wenn ich den Alkohol durch ein anderes Mittel ersetze? Ich glaube nicht das dies so funktioniert. Dennoch muss ich zugeben das ich wieder einschlafen kann ohne mich ewig hin und herzuwelzen.

Es gibt aber auch noch einen anderen Weg, nämlich den sich selbst jeden Tag aufs neue zu Motivieren. Ich mach das so neben meinen Spiegel hab ich POST it´s kleben mit positiven Eigenschaften von mir. Auf der einen Seite was man sieht, auf der anderen was in mir verborgen ist. Sowas wie zuverlässig, Hilfsbereit, etc. Das ist keineswegs eitel, noch eingebildet. Es ist ein weg sich selbst zu motivieren und Selbstverliebtheit ist definitiv nichts wofür man sich schämen brauch. Es ist ein essentieller Teil des seins. Denn nur wenn man sich selbst liebt, können es andere auch tun und man lebt Glücklicher.

Warten…

Wir warten viel und oft in unserem Leben. mir kommt es manchmal so vor das wir nur auf bessere Zeiten warten. Dabei sind wir selbst für diese bessere Zeit zuständig und wenn wir einfach nur warten wird nichts passieren.

Heute zum Beispiel wartete ich zwei stunden. Ungewiss, ob diejenige Person auftauchen würde. Warum ich es tat weiß ich nicht. Vielleicht war es die Hoffnung die mich warten ließ, ihr endlich in die Augen zu sehen und mit ihr zu reden, um diese Situation in der wir beide stecken zu ändern. Ob ich mich ärgere das sie nicht auftauchte? Ja ein wenig, denn ich hatte die Hoffnung das wenn wir beide miteinander reden das es besser wird als es im Moment ist.

Nichts desto trotz hoffe ich das es nicht umsonst war. Vielleicht hab ich ihr damit gezeigt das es mir wichtig ist und mir unsere Beziehung was liegt. Natürlich werde ich es heute oder morgen nicht erfahren. Vielleicht sogar nie. Aber ich kann mit guten Gewissen sagen, ich hab es versucht. Ob ich ihr böse bin das sie nicht gekommen ist? Nein das bin ich nicht, werde ich auch nie sein. Eher hoffe ich das wir noch mal die Gelegenheit haben uns zu treffen damit man sich aussprechen kann und mit etwas Glück können wir wieder ein paar werden. Aber ob es nochmal so weit kommt weiß ich nicht…

Liebe in der heutigen Gesellschaft

Dieses Lied spiegelt im Moment eigentlich meine Situation wieder und in vielen Gruppen auch in den Selbsthilfegruppen ist dies auch immer mal wieder Aktuell. Das Thema Liebe.

Ich hab ja schon über meine gescheiterten Beziehungen geschrieben, deswegen roll ich das nicht mehr direkt auf. Aber mir erzählte einer in unserer Gruppe das er es nicht verstehen kann das er keine Frau finden könne. Er hat wie ich sich die größte Mühe gegeben eine Beziehung zu halten. Hat Ihr jeden Wunsch erfüllt soweit es in seinen Mitteln war. Hat sie umsorgt und war immer ehrlich und treu. Er fragte dann ob es sein kann das dieses gar nicht gesucht wird. Dies gab mir zu denken. Denn ich aus meiner Sicht erwarte von meinem Partner genau das was ich auch von mir selbst erwarte, dass man immer Ehrlich ist und immer Treu bleibt und sich liebt egal ob man den Partner im Moment erwürgen könne oder nicht. Doch so jemanden zu finden ist nicht leicht da die Gesellschaft mittlerweile dazu ausgelegt ist das man sich lieber eine neue Beziehung sucht, anstatt die Bestehende zu reparieren. So kommt es mir zumindest in meiner Altersgruppe vor. Zu viele Menschen sind nur auf sich bedacht und kümmern sich nicht um die Gefühle anderer, obwohl sie meinen sie seien Hilfsbereit. Für ihre Freunde, das mag sein, aber für ihren Partner nicht. Dies ist etwas was mir unlogisch vorkommt. Denn ein Partner ist nicht nur die Person die man Sex hat. Ein Partner ist weit mehr, ein bester Freund, ein Hafen wenn man selbst nicht mehr nach Hause findet. Er ist ein Vertrauter der dich kennt und dich liebt, wenn man mal Mist gebaut hat und dir unter die Arme greift wenn man Hilfe braucht.

Doch wir leben in einer kaputten Gesellschaft, wo immer alles neu. und alles funktionieren muss. Mir kommt das vor das den Menschen deren Autos mehr wert ist wie ihre Beziehung. Denn viele von dene Reparieren lieber ihre Autos anstatt ständig neue zu kaufen. Sicherlich mein Auto hat mich im Gegensatz zu Frauen nie enttäuscht aber auch bei denen hab ich viel Kraft und arbeit reingesteckt. Warum denn nicht auch bei Menschen. Diese Antwort ist meiner Meinung nach ziemlich Simpel. Die Menschen haben verlernt sich selbst zu lieben. Deswegen suchen sie sich die Liebe woanders. Wobei diese Menschen Liebe und Verliebtheit verwechseln. Sie werden süchtig nach dem verlieben. Egal in wen Hauptsache der Mensch lässt mich in einem positiveren Licht erscheinen und sollte dieses Licht einmal nicht mehr so Hell scheinen suchen sie sich einen Menschen wo das Licht heller scheint. Ohne Rücksicht auf den Menschen. Sie sind also ständig auf der Suche nach diesem Verliebtheitsgefühl. Wären sogar recht Süchtig danach und sind nie Zufrieden mit dem was haben. Das macht nicht nur sie selbst kaputt sondern auch die Menschen den Sie vielleicht etwas bedeutet haben…

Suchtdruck

Während meiner Zeit in Therapie fiel öfter der Begriff Suchtdruck und das so häufig das man es nicht mehr hören konnte. Zu dem Zeitpunkt wusste ich ja noch nicht was damit gemeint war, da ich es selbst noch nicht erlebt hatte. Aber wie vieles gibt es immer ein erstes mal und wenn ich daran denke, wird mir unwohl dabei. Es fühlt sich an wie ein innerer Kampf aber einen das von Anfang an klar ist wer gewinnt. Ich weiß noch das ich einkaufen gehen wollte um meinen unbännbaren Appetit auf Schokolade zu besänftigen und als ich die Straße so hinab ging über kam es mich. Es fing an mit einem kleinen flüchtigen Gedanken, man könne ja jetzt eins trinken bekommt ja keiner mit. So schnell wie dieser Gedanke kam ging er auch wieder aber dabei sollte es nicht bleiben. Immer und immer wieder kam dieser Gedanke auf. Es ist wie dieser Kampf mit dem gutem und schlechten Gewissen auf der Schulter. Jeder Flüstert dir irgendetwas anderes ins Ohr. Von diesem innerlichen Kampf bekam ich Schweißausbrüche und Herzrasen. Mein Kopf wollte so sehr diesen Alkohol das ich das Bier schon förmlich schmeckte und als mir dann die Tränen kamen wollte ich einfach nicht mehr. Ich blieb stehen und atmete ganz tief durch um zumindest kurz ein klaren Gedanken zu bekommen. Ich wusste das mein Kopf was zu trinken wollte also gab ich ihm etwas aber kein Alkohol, sondern versuchte ihn mit einem Red Bull zu besänftigen. Das half zum Glück. Das und natürlich die Schokolade die den Weg leider nicht überlebt hat.

Das war mein erster starker Anfall von Suchtdruck. Mittlerweile begleitet er mich jeden Tag. Überall wenn ich irgendwo vorbei fahre, sitzt da diese kleine Teufel und versucht mir zu sagen das es dort was zu trinken gibt. Vor allem wenn ich allein bin und es mir So oder So schon mies geht das macht diesen kleinen innerlichen Kampf nicht leichter.

Aber ich denke das jeder von uns diesen innerlichen Kampf hatte zwischen dem Guten und schlechten Gewissen. Zwischen Kopf und Herz entscheiden zu müssen. Diese Entscheidungen zeichnen einen Menschen aus und definieren wer du bist. Denn dein ganzes Leben ist eine Aneinanderreihung von Entscheidungen. Ob du die richtige oder falsche Entscheidung triffst liegt allein an dir, ob du diese Entscheidung mit deinem Gewissen vereinbaren kannst. Man sollte aber immer Bedenken das Entscheidungen auch Konsequenzen haben. Manchmal verletzt man Gefühle anderer oder vielleicht auch nur seine eigenen, deswegen sollte man gut über jede Entscheidung nachdenken. Bevor man das geschehene nicht rückgängig machen kann.

Mein erster Eintrag

erstmal zu mir. Ich bin 25 und Soldat und ja ich bin Alkoholkrank. Warum ich mir diese Seite ausgesucht habe? hmm… in erster Linie einfach um mir den Kummer von der Seele zu tippen. ob es mich interessiert wenn es andere lesen? nein überhaupt nicht werde aber zum Schutz derer, die Namen ändern.

Wo soll ich Anfangen? Wie ich zum Alkoholiker wurde wird im Laufe der Zeit mal geklärt. Heute geht es mir um ein anderes Problem und zwar wie Angehörige von Alkoholiker mit uns umgehen. Aus meiner Sicht natürlich.

Als ich mich „outete“ wurde es relativ gefasst aufgenommen und diejenigen die ich heute meine Freunde nenne, von denen weiß ich das sie es auch sind. Andere widerrum wo ich dachte sie seien welche, von den wurde ich maßlos enttäuscht. Komischerweise haben auch einige von den ein Alkoholproblem aber gut ich bin kein Arzt. Als letzte in den Personenkreis den ich jetzt mal mit rein nehme sind die gescheiterten Beziehungen. Warum? Weil das im Moment ein ziemlich aktuelles Thema.

Zu den gescheiterten Beziehungen ( 3 an der Zahl) fangen wir bei der ersteren an:

Julia – Rückblickend betrachtet was diese Beziehung eine Folter für mich. Sie mochte meine Freunde nicht, weswegen ich mich von Ihnen Entfernte. Es gab fast täglich Streit über Geld. Ich war zu dem Zeitpunkt Alleinverdiener und als 20 jähriger der den Unterhalt ohne Ausbildung für zwei Menschen und einem Hund zu verdienen war nicht einfach. Ich arbeitete nicht selten 7 Tage die Woche um genügen Geld zu verdienen um nicht unterzugehen. und wenn ich mal ein paar gute Wochen hatte zwackte sie stehts Geld ab um sich teure Schuhe, Taschen oder Schmuck zu kaufen, was widerrum zum Streit führte. Der Streit eskalierte auch des öfteren so sehr das ich von Ihr Geschlagen wurde, aber dennoch blieb ich bei Ihr, weil Ich dachte das wäre meine einzige und letzte Freundin. Mit dem Selbstbewusstsein ging es also bergab. ich griff des öfteren zur Flasche, wobei es bei einer meist nicht blieb. Ich konnte dank dem Alkohol schlafen und bis einer gewissen Menge war ich am nächsten Tag trotzdem top fit, also lag fälschlicher Weise meine Lösung im Alkohol. Dies ging viele Jahre so. Als ich zur Bundeswehr ging, hatte ich zumindest unter der Woche gewissen Abstand zu ihr und man freute sich sogar auf das Wochenende und hoffte das es kein Streit gibt. Doch es kam wie es kommen sollte es war dann Schluss. Aber da ich zu der Zeit noch kaum Selbstbewusstsein hatte tat ich vergebens alles daran das irgendwie trotzdem zu versuchen was meines Erachtens sehr viel Kraft kostete. Bis ich dann doch endlich von Ihr geheilt wurde. Nachdem mein großer Bruder verstarb, was das einzige was sie Interessierte ob ich ihr nicht trotzdem beim Umzug helfen könnte und ob ich ihr nicht dazu noch Geld leihen könnte. Ab da war mir eigentlich klar das es ein Ende geben muss, doch das kam später als mir lieb war.

Tami – Tami traf ich in der Entwöhnungsklinik Furth im Wald. Es fing eigentlich ganz Harmlos an sie war eine Frau mitte 30.  Ich hab mir am Anfang nicht viel dabei gedacht da ich in diesem Moment eigene Probleme hatte. Aber flirten tut ja bekanntlich nicht weh. dies ging solange bis sie mir, ja man muss fast sagen, ihre Nummer aufgezwängt hat. An einem Wochenende wo in der Regel kaum etwas los war, bekam ich Hunger und fragte Sie ob sie nicht einfach mitkommen wollte. Also gingen wir Essen. Das Restaurant hieß Jagdhütte und war an der deutsch – tschechischen Grenze. Super Essen spott billig. Es war ein schönes Date wir unterhielten uns und das knistern kam nicht nut vom Kamin. Nach dem Essen fuhren wir wieder zurück in die Klinik und wir gingen auf unsere Zimmer. Dann bekam ich ne Nachricht das Sie gerne kuscheln würde. Also sagte ich ihr sie könne runterkommen dann hätte sie jemanden. Ja beim Kuscheln blieb es nicht. Wir waren eines von diesen Klinik Pärchen. Was nicht grad einfach war da die Klinik und besonders meine Therapeutin nicht so begeistert waren, da es die Therapie und meine Ziele gefährden könnte. Aber das Gegenteil war der Fall wir motivierten weiterzumachen, auch am Ende hin wo einfach nur die Luft raus war und man einfach keine Nerven mehr für die Therapie hatte. Ob es Liebe war? Schwer zu sagen, ich denke eher es war Verliebtheit und einfach jemand der das selbe Problem hat wie man selbst, das verband uns irgendwie. Aber um mit Tami zum Ende zu kommen muss ich mit Saskia schon beginnen.

Saskia(vor 3 Jahren) – Sie war am Anfang nur ein Schwarm, ein unerreichbares Ideal für mich. Ich habe sie einfach mal beiläufig bei einem Freund kennengelernt und seitdem bekam ich sie nicht mehr aus dem Kopf. Sie war zu derzeit in einer Beziehung und ich auch mit Julia. Dennoch wagte ich es schon damals, als ich erfuhr das sie Krank gewesen sei, besorgte ich einen Strauß Blumen und auf der Karte schrieb ich meine Handynummer auf und mein Freund gab ihn ihr dann, einfach aus dem Grund da ihr Freund furchtbar Eifersüchtig gewesen war oder vielleicht immer noch ist. Auf jeden Fall meldete sie sich daraufhin bei mir und wir schrieben ein wenig über whatsapp. Das ganze war natürlich ein Spiel mit dem Feuer da auch meine damalige Freundin wie schon bekannt ein Biest gewesen ist. Aber Sie löste in mir was aus was ich schon lang verloren geglaubt habe. Ich fing wieder an zu lieben und das eine Frau die ich da kaum kannte. Aber der Kontakt verlief im Sand und sie heiratete ihren Freund. Ab da wusste ich es sei rumm und ich versuchte sie zu vergessen was mir natürlich nicht gelang.

Saskia (Heute)- Als ich aus der Therapie kam wusste ich das ich mein Leben nochmal komplett alles von vorn beginnen müsste. Ich machte mit Tamara Schluss als ich ein paar Tage wieder daheim war. So vergingen Tage wo sich sehr viel getan hat ich räumte mein komplettes Leben um. Räumte auf um alle spuren aus meiner flüssigen Phase zu beseitigen. kaufte eine Wohnwand um zumindest ein wenig Gemütlichkeit zu schaffen und dann hörte ich von meinen Freund recht beiläufig das Saskia geschieden ist. Ab da schlug mein Herz schneller als ich nur ihren Namen hörte. Ich habe mehrere Tage überlegt wie ich mich melden könnte ohne das es komisch klingt. Also war ich recht spontan. Dennoch hatten die Blumen scheinbar vor drei Jahren ihre Wirkung nicht verfehlt gehabt. Wir schrieben uns und dann trafen wir uns auf ein Kaffee. Das erste was ich tat war ich habe sie geküsst nach drei Jahren hab ich endlich meine Traumfrau geküsst und sie hat ihn erwiedert. Ab dem Zeitpunkt wusste ich endlich was mir all die Jahre fehlte. Sie war es. Mein Freund war nicht besonders begeistert davon und warnte mich auch ich solle mich wieder in etwas verrennen. Doch ich hörte auf mein Herz. Alle Stimmen die vorsicht äußerten schaltete ich ab und ignorierte Sie und mehrere Monate schien alles perfekt. Bis Ostern… Ich hatte ein Selbstexperiment gewagt und hab etwas leckeres gekocht und dazu eine Flasche Wein. Irgendwie wollte ich mir selbst beweisen das ich die Krankheit kontrolliere und nicht die Krankheit mich. Ja ich weiß, jeder der auch nur ein wenig Ahnung von einer Suchtkrankheit weiß das es eine sehr dumme Idee ist. Aber ich tat es ich aß gut und trank die Flasche Wein und hörte nach der auch wieder auf und ging dann schlafen. Da Ich es aber meiner Freundin nicht verheimlichen wollte erzählte ich ihr von dem Rückfall. Sie war natürlich nicht begeistert und sagte sie müsse nachdenken. Jeder Mann weiß, wenn eine Frau nachdenken muss, heißt das nichts gutes. So kam es auch sie schrieb mir am nächsten Mittag das es AUS sei. Das zog mir förmlich den Boden unter den Füßen weg und wusste im ersten Moment gar nicht wie ich damit umgehen soll. Kleiner Wermutstropfen ist ich habe nicht getrunken. Dennoch versuchte ich mich zu erklären aber eine Aussage brannte sich förmlich in mein Gedächtnis:“ Egal wie viel Mühe du dir, gibst diese Krankheit wird immer zwischen uns stehen. Ich liebe dich aber ich kann nicht mit dir zusammen sein.“ also stand ich ziemlich Planlos da. Alle Hoffnungen, Träume und Gefühle sind wie Seifenblasen geplatzt. Und jedes von dene brannte wie Säure auf meiner Seele. Mit einer Flasche habe ich mir alles eingerissen was ich mir meiner Traumfrau aufbaute. Sicher manche sagen, wenn Sie dich deswegen verlasse wer weiß was passiert wäre wenn ein richtiges Problem gäbe. Aber wieder interessierten mich diese Stimmen kein Stück. Ich überlegte lieber wie ich so etwas wieder ins Lot bringen konnte.

Aber eines hat mich diese Krankheit positives gelehrt, man kann neu Anfangen und wieder nach seiner Zeit den Blick in die Zukunft richten und aus vergangenen Fehlern lernen. Jeder Mensch macht Fehler. Genau das ist es was uns ausmacht. Also sollte das hier jemand lesen. nimm den Kopf hoch und schau nach vorn du bist Wundervoll so wie du bist.